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Kurzer Rückblick - Warum CSS?

Die allererste Version des Web kannte gar kein CSS. Eine Webseite bestand nur aus HTML - reine Struktur, keine Gestaltung:

typische Webseite von 1993
<html><body>
<h1>Das Studium</h1>
<p>Studienziel ist es, breit gefächerte technische und kreative
Kompetenzen zu vermitteln...
</p>
</body></html>

Der Browser hat das mit seinen eigenen Standard-Styles dargestellt - keine Schriftwahl, keine Farben.

Es gab noch kein Stylesheet-Format. Also hat Netscape eigene HTML-Tags nur für die Darstellung erfunden. Andere Browser haben das übernommen:

typische Webseite von 1995
<html><body>
<h1><font face="Arial" color="blue">Das Studium</font></h1>
<p><font size="+1">S</font>tudienziel ist es, breit gefächerte
technische und kreative Kompetenzen...</p>
</body></html>

Erst mit CSS wurde die Trennung möglich, die heute selbstverständlich ist: HTML bleibt bei der Struktur, ein externes Stylesheet übernimmt die Gestaltung.

index.html - nur noch Struktur
<head>
<link rel="stylesheet" href="fh.css">
</head>
<body>
<h1>Das Studium</h1>
<p>Studienziel ist es, breit gefächerte technische und
wirtschaftliche Kompetenzen...</p>
</body>
fh.css - die Gestaltung
h1 {
font-family: Arial;
color: blue;
}

Warum das besser ist:

  • Zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten, die reines HTML nie hatte
  • Einheitliche Gestaltung über beliebig viele Seiten hinweg: eine Datei ändern, überall wirkt’s
  • Arbeitsteilung: Wer Inhalte schreibt, muss sich nicht um Farben & Schriften kümmern - und umgekehrt