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Zusammenfassung

  • Wer profitiert: alle - permanent, temporär oder situativ eingeschränkte NutzerInnen (Curb-Cut-Effekt)
  • WCAG 2.2: 4 Grundprinzipien (Perceivable/Operable/Understandable/Robust), 3 Konformitätsstufen A (Minimum) - AA (praktischer Zielwert, auch gesetzlich gefordert) - AAA (Höchststufe, nicht für ganze Websites realistisch)
  • Recht: EU European Accessibility Act (Richtlinie 2019/882), in Österreich als Barrierefreiheitsgesetz umgesetzt, Pflicht seit 28.6.2025 für Firmen ab 10 MitarbeiterInnen/2 Mio € Umsatz
  • HTML-Basics: lang, semantische Tags statt div/span, saubere Überschriften-Hierarchie, Landmarks (main, nav, header, footer, …), Skip Link zum direkten Sprung ins <main>
  • ARIA: nur als Ergänzung zu nativem HTML verwenden (“erste Regel von ARIA”), aria-label/aria-hidden/aria-expanded/aria-live für die Fälle, die HTML allein nicht abdeckt
  • Formulare & Fokus: echte <label>s statt Placeholder, sichtbaren Fokus-Umriss nie ersatzlos entfernen, Fehlermeldungen mit aria-describedby/role="alert" an das Feld koppeln
  • Bilder & Farben: alt-Text passend zum Zweck (leer/beschreibend/Link-Ziel), Kontrastverhältnis mind. 4,5
    , Information nie nur über Farbe
  • Häufige Stolpersteine: div/span statt Buttons/Links, outline: none, Keyboard Traps, deaktivierter Zoom, zu kleine Klickflächen
  • Tools: Browser DevTools (Firefox Accessibility-Tab, Chrome Lighthouse), Wave, Axe, pa11y - automatische Tools finden nur einen Teil der Probleme, manuelles Testen bleibt nötig